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Erster richtiger Flugtag in Schweden

Die letzten drei Tage boten uns in Schweden leider unfliegbares Wetter: 30 Knoten Südwestwind, hohes Schauerrisiko, und tiefe Basishöhen ließen keine Chance zum Segelfliegen. Wir nutzten die freie Zeit, um uns auf das Gelände und die extrem schwierige Außenlandesituation vorzubereiten, und fanden zudem auch noch genug Zeit für einige Kultur-Exkursionen.

Sabrina Vogt, die durch eine Wehrübung für die Zeit vor und während der Frauen-WM in Arboga auch Sportsoldatin ist, stieß vorgestern zu uns, so dass wir nun drei Sposos im Schweden-Trainingslager sind. Die Wetteraussichten für den heutigen Tag stimmten uns zwar auf einen möglichen Flugtag ein, aber sehr optimistisch waren wir angesichts der im Westen drohenden Warmfront und des wetterbestimmenden Tiefdrucksystems über dem Nordatlantik nicht. Sabrina in der Libelle, Fabi im Discus 2T und ich in der LS1-f machten uns gegen 11:30 Uhr auf den Weg nach Nordwesten, den ersten gut aussehenden Entwicklungen entgegen. Schnell war klar, dass das Wetter für einige Stunden bestehen bleiben wird und uns die Möglichkeit zu den ersten großflächigeren Streckenflügen geben konnte.

Die durchweg homogene Wolkenoptik lockte uns zuerst gut 100 Kilometer nach Norden, dann in den Bereich der TMA Borlänge nach Osten bis kurz vor die Küste, dann nach Westen den ersten Ausläufern der Warmfront entgegen, und schließlich nochmals nach Osten. Auf dem letzten Schenkel bemerkten wir allerdings zu spät, dass sich die Front schneller als erwartet in unsere Richtung bewegte: Abschattungen, Ausbreitungen und erste Regenschauer machten uns von Westen her das Segelfliegen schwer. Ich war zum Glück einige Kilometer vor Sabrina und Fabi und konnte nach vollendeten 500 Kilometern Flugstrecke wieder in Eskilstuna landen - Fabi musste nach seinen 550 Kilometern den Turbo verwenden, um auch heim zu kommen, und Sabrina wurde leider ca. 20 Kilometer nördlich des Ziels zur Außenlandung gezwungen. Trotzdem kommt sie insgesamt auf 437 Kilometer Strecke. Wir kommen gerade erst von der Rückholtour zurück und sitzen gerade nach dem gemeinsamen Debriefing im Clubhaus des Vereins in Eskilstuna.

Für die nächsten Tage erwarten wir leider wieder drastisch schlechtere Wetterbedingungen...

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- Benjamin Bachmaier

 

 
Deutsche Meisterschaften in Zwickau, 26.05.2011

Zurzeit finden in Zwickau die Deutschen Meisterschaften der Club, Standard und der Doppelsitzerklasse statt.

Drei der Sportsoldaten nehmen an der Meisterschaft teil. Sebastian Nägel und Joachim Schwenk in der Clubklasse und Marco Heitmann in der Doppelsitzerklasse.

Die ersten drei Wettbewerbstage waren von fliegbaren aber auch von immer durchwachsenem Wetter geprägt.

Am ersten Tag versprach uns das Wetter gute Cumulusthermik mit Steigwerten zwischen 2 und 3 m/s. Diese sollte zum Nachmittag immer mehr abtrocknen und blau werden. Die Strecken wurden dem Wetter entsprechend groß ausgeschrieben. DIe Clubklasse flog 407 km, die Dosi 430 km. Während Joachim sich gerade noch so mit dem letzten Bart Richtung Heimat retten konnte, wurde Marco im Duo sein später Abflug zum Verhängnis und er landete zwischen den letzten beiden Wenden auf einem Acker. Sebastian konnte sich den zweiten Platz des Tages sichern.

Am zweiten Wertungstag trat die vorhergesagte Labiliserung ein und eine Kaltfront näherte sich langsam unserem Meisterschaftsbereich. Alle Klassen bekamen zeitgerechte Assigned Area Tasks. Joachim und Krümel hatten wenig Glück: Während Joachim nach zwei Wenden im Endanflug in Jahnsdorf auf dem Flugplatz lag, konnte Sebastian zwar die Aufgabe beenden, hatte jdeoch die Zeit falsch eingeschätzt und landetecirca 20 Minuten zu früh, was ihm ein Platz im Mittelfeld bescherte. Marco kam zwar zum Flugplatz zurück, war aber deutlich zu langsam im Vorflug und deutlich zu oft am kreisen, sodass auch er nur den 20. Platz erfliegen konnte.

Der dritte Tag sollte von westen her zunehmend blau und schwächer werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem guten mittlerem Teil des Fluges mit guten Steigwerten, nahm die Thermik zum Ende des Fluges rapide ab. In der DoSi Klasse gelang es nur circa der Hälfte der Piloten, die Aufgabe zu vollenden. Marco war zwar der langsamste, aber landete wieder in Zwickau und konnte sich somit den 13. Platz an diesem Tag sichern. Auch Joachim und Sebastian konnten sich nach engem kreisen in tiefer Höhe und gepulke mit zum Teil bis zu über 30 Flugzeugen nach Hause retten.

Bis jetzt sind wir alle mit unseren Platzierungen zufrieden und wollen versuchen, diese Zufriedenheit auszubauen.

Der heutige Tag wurde aufgrund des Schlechtwetters von Westen her neutralisiert.

Alle Ergebnisse und Wertungen sowie Infos könnt ihr live auf der Internetseite des Aeroclubs Zwickau mitverfolgen.

http://dm2011.acz.de/

22052011356

 

Liebe Grüße

 

Joachim und Marco

 
Die ersten Tage in Eskilstuna (Schweden): Viel Wald und viel Wind

Vor wenigen Tagen sind wir, Fabi und Benni, nach langer Reise in Eskilstuna angekommen. Ich (Benni) musste aus München mehr als 2100 Kilometer fahren.

Fabi, der ein wenig früher ankam, konnte in der Zeit schon ein paar Flüge bis über 400 Kilometer absolvieren und auch ich hatte heute meinen ersten Eingewöhnungsflug. Bei über 40 km/h Südwind hatten wir beide so unsere Probleme mit den vielen Seequerungen und der gewöhnungsbedürftigen Außenlandesituation. Fabi schaffte es im Discus 2 mit Wasserballast, bis nördlich von Borlänge zu kommen, während ich selbst in der leichten LS-1f wenig Chancen gegen den Wind hatte.

Auf jeden Fall ist es eine sehr interessante Gegend, die viele segelfliegerische Möglichkeiten bietet. Wir sind gespannt, was wir hier in den nächsten Wochen alles erleben werden...

20110520-26011

 
LX-Navigation Cup in Ungarn

30 bis 40 km/h Wind, Blauthermik  labilisierung von Osten!!!

Ja das waren die Bedingungen am letzten Wertungstag.

Die Aufgabe war eine 2h 15min AAT zuerst gegen den Wind und dann zurück bis direkt an die Serbische Grenze. Von dort aus dann 40km Endanflug gegen 30km/h Wind.

Der erste Schenkel gegen den Wind bereitete uns große Probleme, denn die Steigwerte waren nicht besonders gut. 1,8 war schon sehr gut.

Es war schwierig bei dieser zerissenen Thermik den DUO zum steigen zu bringen, aber letztendlich konnten wir an der nördlichen Wende die ersten Wolken erreichen und schon ging es mit 3m/s. Ab hier war der Flug dann entspannt.

Leider war unser Flug Wertungstechnisch gesehen nicht ganz optimal aber es hat großen Spaß gemacht.

Ab Ende dieser Woche beginnt dann das Trainingslager in Zwickau.

 

gruß Joachim

 

 
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