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Weihnachtsferien: Reiseeindrücke aus Australien
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Letzte Flüge vor der Weihnachtspause

Nach der Rekordwetterlage, in der Fabian ein 1000 km Flug gelang, folgte erstmal eine kleine Schlechtwetterperiode, gefolgt von einigen Flugtagen mit tiefer Basis und teilweise starkem Wind. Der 15.12. versprach endlich wieder gute Flugbedingungen. Nach einem sehr zähen Start schaffte Benni es in der niedrigen Blauthermik 230 km nach Norden zu fliegen, von wo aus er auf dem zweiten Schenkel Kontakt zu den ersten hohen Cumulus-Wolken bekam. Dann ging es an der Küste entlang bis kurz vor Port Augusta, und von dort aus wieder 230 km nach Süden: Insgesamt eine 707 km lange Strecke.

Benni wird jetzt für knapp zwei Wochen auf Reisen gehen, danach sind wir wieder fit für die "zweite Halbzeit" im Januar: Hoffentlich endlich einmal mit zuverlässigeren Sommerwetterlagen!

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1000km Flug in Australien

Am 7.12.2011 gelang Fabian der erste 1000km Flug der australischen Flugsaison und die größte jemals aus Stonefield absolvierte Strecke, hier nun sein Bericht:

 

Alles begann am Vorabend als Benni das Wetter studierte und mir in die Augen sah „Morgen fliegst du die 1000!“. Auch wenn ich es da noch nicht so recht glauben konnte stellten wir noch am gleichen Abend drei mögliche Aufgaben zusammen, sodass ich mehrere Optionen zur Verfügung hatte je nachdem wie sich das Wetter entwickel sollte.

Morgens ein letzter Blick in die Wetterkarten. Dies bestätigte dann auch mich: „wenn nicht heute wann denn dann“, sagte ich zu ihm.

Wir kamen pünktlich um acht Uhr morgens am Flugplatz an, während ich mich auf einen 10 stündigen Flug einstellte und den schon am Vorabend mit 100l Ballast getankten Discus2b“YB“ startklar machte, begann Benni sofort die Winde aufzubauen. Eine letztes Mal Zeitbriefing, dann einsteigen, alle Checks sind erledigt, das Seil ist eingekuppelt und um 10:20 Uhr Ortszeit hebe ich ab.

Es konnte los gehen, doch was war mit der Luft?! Sie fühlte sich seltsam ruhig an es war ein Gefühl wie durch Butter zu fliegen, kein Anzeichen eines Aufwindes. Ich verlagere nach rechts, nach links doch kein Positivauschlag auf dem Vario war zu verzeichnen. Dann da es hebt sich sachte kreise ich rechts ein 0,2m/s… doch auch nach ein paar Kreisen war ich gezwungen wieder zu Landen.

Ich dachte gleich nach dem Ausrollen so schnell wie nur möglich wieder los. Doch ich lies erst dem Nimbus 4DM den Vortritt. Als dieser nach 10 Minuten den Motor abstellte und nicht begann in der erhofften Thermik zu kreisen beschloss ich meinen 2. Start nochmals zu Verschieben.

Dann gegen 11:10 Ortszeit wollte ich unbedingt wieder Starten also alles wiederholen: Checks, Einkuppeln und Abheben. Direkt nach dem Ausklinken spüre ich wie sich meine linke Fläche hebt und ich steige mit gut 1m/s nach oben, die nächste Thermik finde ich kurze Zeit später mit guten 2m/s nun hatte der Tag begonnen. Ich war eine Stunde hinter meinem Zeitplan doch ich dachte mir es kommt auf den Versuch an. Nach guten 50km kreiste ich in 5m/s bis auf 2800m, das Rennen kann beginnen. Ich folgte einer Aufreihung nach Norden vorbei an Burra, Peterborough, Hawker nun waren es nur noch 80km bis zu meiner ersten Wende dem Wilpena Airstrip direkt am Fuße des Wilpena Pond. Es war 14 Uhr als ich bei 320km auf Stonefield die Wende umrundete.

wilpena pond

Ich war wieder im Zeitplan, ein kurzer Blick auf meinen Schnitt in den letzten 60 Minuten bestätigte mich es kann Funktionieren. Nun hieß es Kurs gen Süden und immer weiter so schnell bleiben. Die kurz vorher passierten Orte rasten an mir vorbei. Dann war die Wende da Burra was machte mein schnitt? Die Statistik verriet mir einen 125er Schnitt. Also auf wieder in den Norden nur keine Zeit verlieren. Es war mittlerweile 16 Uhr und mein Plan um 17:30 die knapp 200km zur letzten Wende hinter mich zu bringen gingen mehr als auf. Die Basis lag bei 4200m über NN, das Steigen war mit bis zu 6m/s exzellent, meine Taskspeed beträgt nun knappe 130km/h. Um 17:20 drehte ich das letzte mal für diesen Tag im Norden auf Südkurs. Nun trennten mich noch 260km bis zu der magischen Grenze. Es waren noch 2 Stunden bis Thermikende und ich war mir sicher dass ich es schaffen würde. Die Thermik war noch immer stark und zuverlässig. Als ich bei 100km das erste Mal eine positive Zahl auch wenn es nur 50m waren auf meinem Endanflugrechner hatte kam schon ein leichtes Glücksgefühl auf. Doch ich durfte jetzt nicht unkonzentriert werden denn der Flug war noch lange nicht vorbei. Ich flog noch 40km weiter und konnte im Geradeausflug noch Höhenreserve tanken bis bei verbleibenden 60km sich noch mal gute 2m/s steigen finden ließen. Ich kreiste ruhig in dem Aufwind nach oben bis auf 2500m und genoss jeden Augenblick. Dann begann ich den Endanflug auf Stonefield, stellte das den ganzen Tag piepsende Vario leise und lauschte dem Wind während ich lautlos durch die ruhige abendliche Luft daher Glitt.

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Nach 8:20 Stunden Flugzeit wurde ich schon erwartet. Alle freuten sich mit mir und wir ließen den Tag bei Bier und gegrilltem Fleisch ausklingen.

 
Südaustralien: Wir erkunden die Gegend

Jetzt, wo der Flugbetrieb hier in Stonefield regulär begonnen hat, konnten wir das Potenzial des Segelflugwetters schon mehrmals deutlich erleben. So konnten wir unter anderem schnelle JoJos über der Gebirgskette westlich des Flugplatzes, lange Zielrückkehrflüge bis zum knapp 300 km entfernten Hawker und große Dreiecke bis über 700 km fliegen. Dabei konnten wir Basishöhen bis weit über 3000 m erfliegen und spektakuläre Blicke über das Outback, die Flinders Ranges und sogar auf das Meer hinaus werfen.

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Alle Flüge sind natürlich wie immer auch im OLC zu verfolgen.

 
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