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Seit dem 30. Juni läuft der erste Junioren-Qualifikationswettbewerb der Saison, die "JMRLP" 2011 in Bad Sobernheim. In der Standardklasse steht Marco Heitmann mit der "YB" am Start, in der Clubklasse nehmen mit Daniel Pietsch, Fabian Peitz und Benjamin Bachmaier sogar drei Sportsoldaten teil. Zusammen mit unserem Teampartner Arne Kerlin fliegen wir ein dynamisches Viererteam, welches an den ersten beiden Wertungstagen hervorragend funktioniert hat.
Am Donnerstag bekamen wir eine Racing Task über 244 Kilometer gestellt, welche die Teilnehmer um die Wenden Grünstadt, Landau, Malsch, Heppenheim und den Donnersberg zurück nach Bad Sobernheim führte, also einmal um die Rheinebene außen herum. Wir entschieden uns gemeinsam zu einem relativ späten Abflug und erlebten einen gut harmonierenden Teamflug. Auf dem vorletzten Schenkel erwischte Benni eine bessere Linie und kam somit ein paar Minuten vor den anderen Teammitgliedern an, aber insgesamt überflogen wir alle sehr siegessicher den Zielkreis. Umso erstaunter waren wir, dass zwei andere Teilnehmer, die einen viel früheren Abflug gewählt hatten, schneller gewesen waren! Mit geringen Punktabständen belegte unser Team somit nach dem ersten Tag die Plätze 3 bis 6.
Der Freitag brachte mit Schauerneigung und Ausbreitungen insgesamt viel unübersichtlichere Bedingungen, aber es wurde dennoch fliegbares Wetter erwartet. DIe Aufgabe: eine 2:30 Stunden- AAT in den Pfälzer Wald und über die Rheinebene nach Osten hinaus. Wie alle anderen Piloten, wählten auch wir einen frühen Abflugzeitpunkt und konnten so kurz vor dem Überhand nehmen der Regenzellen an wunderbaren Schauerlinien entlang im Geradeausflug Strecke machen. Auf dem zweiten Schenkel war leider deutlich weniger Energie zu finden, und der Odenwald zeigte sich von seiner widerspenstigen Seite. Mithilfe von vielen Ideen konnte unser Viererteam dennoch einige Kilometer ohne Außenlanderisiko in den zweiten Sektor hineingleiten - viele andere Piloten mussten dort schon landen. Auf dem Rückweg nach Bad Sobernheim bekamen wir es mehr und mehr mit Schattenfeldern und langen Gleitstrecken zu tun, am Ende kamen sogar riesige, undurchdringliche Schauerwände hinzu, die uns buchstäblich den Weg abzuschneiden drohten. Nachdem wir also so viel Reservehöhe wie möglich aufgebaut hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als einen Weg durch den stellenweise heftigen Regen zu suchen. Wir fächerten uns auf und versuchten, an verschiedenen dünnen Stellen durch zu fliegen, an denen wir sicher sein konnten, dass wir auf der anderen Seite sicher hoch genug für eine eventuelle Außenlandung ankommen würden. So würde vielleicht zumindest einer oder zwei von uns am Platz ankommen. Der Niederschlag und die Abwinde im Bereich der Schauer waren noch deutlich gewaltiger als erwartet. Die Flugzeuge verloren allesamt zwischen 300 und 500 m Höhe, fast ohne dabei Strecke zu machen - am Ende kamen wir aber in akzeptabler Höhe auf der anderen Seite heraus. Bei Fabi, Arne und Daniel reichte es noch immer fast ohne Probleme bis zum Flugplatz, Benni musste mithilfe einiger tragenden Linien ("Da gibts auch Hangaufwind, wenn man sich genügend stark einen Hang einbildet!") noch etwas "schwabbeln", konnte aber am Ende ganz normal in Zielkreis und Platzrunde einfliegen.
Kaum angekommen erfuhren wir, dass Bert Henn und David Wintringer, die Sieger des Vortages, beide in Bad Dürkheim liegen geblieben waren. Somit hält unser Team nun fast punktgleich die Platzierungen 1 bis 4!
Heute, Samstags, wurde der Wettbewerbstag von Sportleiter Harald Starsinski neutralisiert, da nach anfänglich guter Optik schon vormittags die Schatten und Ausbreitungen einer nahenden Warmfront hereinzogen und die Thermikentwicklung zu stark beeinträchtigten.

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