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Hallo aus Bremen/Friedeburg
Nachdem ich den Yankee Bravo, unser Förderflugzeug, von Daniel übernommen habe und ihn auf dem Hotzenwaldwettbewerb geflogen habe, wurde mir klar, dass man sich auf einer Qualifikationsmeisterschaft keinesfalls mit diesem Flieger sehen lassen kann ohne dass ich etwas daran mache. Die oft wechselnden Piloten und der Gebrauch dieses Flugzeuges in vielen verschiedenen Regionen, sowie die vielen andauernden Transporte, gingen nicht spurlos am Flieger vorbei. Also rief ich Keno Doden an, dessen Vater der Inhaber von M und D Flugzeugbau in Friedeburg ist. Nach kurzer Verhandlung war klar, ich fahre mit dem Yankee Bravo nach Friedeburg um ihm einen neuen Anschliff zu verpassen.
Nun haben Keno und ich alle wichtigen und unschönen Stellen ausgeschliffen und bearbeitet, so stand der Flieger heute bereit zur Neulackierung (zumindest an ein paar Stellen).
Während also nun gerade der Lack trocknet und wir ihn morgen früh direkt anfangen können zu finishen, haben wir den Rest des Nachmittags genutzt um den Anhänger auf Fordermann zu bringen.
Morgen gehts also ans Finishen, dann fehlt nur noch der Werkstattflug und schon steht der Yankee Bravo wieder in einem ganz anderen Licht da.
Wir werden in Zukunft mehr darauf achten, dass dies auch so bleibt.
Ein ganz großer Dank geht hier auch an M und D Flugzeugbau.
Liebe Grüße
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21.06.2011
Während unser Trainingslager in Eskilstuna sich nun dem Ende zuneigt, kämpft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in drei Klassen am Nachbarflugplatz Arboga um die neuen WM-Titel. Auch die kurzzeit-Sportsoldatin Sabrina Vogt ist mit dabei. Wenn in Eskilstuna unfliegbare Bedingungen herrschen (und das ist leider meistens so), sind auch wir oft in Arboga zu Besuch.
Leider sind die Bedingungen in den letzten Tagen weder für die Weltmeisterschaft, noch für unser Trainingslager geeignet. Während uns Wetter-Jetzt jedes Mal erneut auf einen fliegbaren Tag hoffen lassen, sieht die Realität dann häufig drastisch anders aus: Meist starker Wind, viel Feuchtigkeit, hohe Labilität, tiefe Basiswerte und Thermik um 0,5 m/s lassen die meisten Streckenflugversuche bei Versuchen und Abbrüchen enden. Während auf der WM in den vergangenen vier Tagen zumindest ein Wertungstag mit gut 100 Kilometern Wertungsstrecke zustande kam, dominiert die Feuchtigkeit der Mälaren- und Hjälmaren- Seen das Wetter in Eskilstuna noch deutlich stärker.
Wir hoffen, in der verbleibenden Zeit vielleicht noch einen letzten Flugtag zu erleben, wissen aber, dass nicht mehr viel Zeit bleibt... und die Vorhersagen sind wie immer äußerst unsicher....

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Nach einer wiedermal zunächst optimistischen Wetterprognose sah es heute erneut eher nach einem Nicht-Flugtag aus, als wir nach dem Aufrüsten heute Morgen das Wetter beobachteten: 7/8 Bewölkung, schwache und niedrige Quellbewölkung, spürbare Warmluftzufuhr. Da das Wetter für die gesamte kommende Woche aber noch schlechter vorhergesagt ist (es soll jeden Tag entweder schauern oder regnen), entschied Benni sich dennoch, "Aus Trotz", zu starten.
Nach dem Ausklinken bekam ich einen sehr schwachen Aufwind auf ca. 1000 m Höhe und flog dann ziellos die nächstbesten Wolken an, ohne viel Hoffnungen auf einen Streckenflug. Als nach kurzem Suchen mehr als 3 m/s auf dem Vario standen und ich kurzerhand neben die Wolken gehoben wurde, bekam ich langsam den Verdacht, dass irgendetwas nicht ganz so war wie sonst.
Nach einigen Versuchen stellte ich fest, dass es sich um eine frisch gebildete Konvergenzlinie handelte, die nach West-Nordwesten führte und an manchen Stellen stärker, an anderen schwächer ausgeprägt war. Die Aufwindlinie führte vorbei an Arboga und Köping bis etwa 55 km von Eskilstuna entfernt, und verlief sich da im völlig grauen und thermisch kaum entwickelten Nichts.
Auf dem Rückflug hatte sich die Linie schon deutlich stärker aufgebaut und ich festigte meinen Plan, hier die vollen sechs OLC-Schenkel zu verfliegen. Der Plan schien genau ins Wetter zu passen, denn als ich auf dem letzten Rückwegschenkel auf Endanflughöhe steigen wollte, war schon deutlich spürbar, wie die Energie des Aufwindbandes nachließ.
Immerhin reichte es für 280 Kilometer mit einer Schnittgeschwindigkeit von 112 km/h und nur 4 Prozent Kurbelanteil...

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Am 13. Juni erwarteten wir durch die sehr positive Vorhersage von Wetter-Jetzt (PFD 800 bis 900 km) sehr gutes Rennwetter. Wir planten einen frühen Start und wollten erneut versuchen, 700 km über dem schwedischen Mittelland zu fliegen.
Beim Aufrüsten der Flugzeuge um halb acht Uhr standen bereits erste niedrige Quellungen am Himmel. Gegen halb elf schienen uns diese hoch genug angestiegen, und wir starteten. Von Anfang an hatten wir massive Probleme, auf Westkurs vorwärts zu kommen: bis zu 40 km/h Gegenwind bei 800 m Basishöhe und zerrissene Thermik um 1 m/s machten uns das Leben schwer. Vor allem für Benni mit der leichten LS1 gab es fast kein Vorwärtskommen. Mit der Hoffnung, dass die Bedingungen sich gegen Mittag verbessern würden, drängten wir weiter nach Westen, vorbei an Arboga und Örebro, mit einer Schnittgeschwindigkeit um 40 km/h über Grund. Als wir nach etwa zwei Stunden das ansteigende Gelände erreicht hatten und die Wolkenbasis nicht mit anstieg, wurden wir zur Umkehr gezwungen. Leider verließ uns in diesem Moment das Glück: Während Benni erneut auf einer Wiese landen musste, kämpfte Fabi noch ein wenig weiter, bis er schließlich genau über Bennis Landestelle den Motor zog... |
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