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Schwieriges Wetter, viele Aussenlandungen und Trauer |
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Zwickau, 02.06.2011
Nach nunmehr 2 Tagen ohne fliegbares Wetter sollte heute in Zwickau der achte Wertungstag erflogen werden. Der Wetterexperte Ritschie hemmte unsere Hoffnungen allerdings schon beim morgendlichen Briefing und versprach uns nur schwache Blauthermik mit weniger guten Steigwerten. Rainer Wienzek wollte aber keinen Wertungstag verschenken und so bekamen alle drei Klassen ihre Aufgaben (racing tasks):
Standard: 231km
DoSi: 210 km
Club: 170 km
Nachdem um 12:45 Uhr die Standardklasse geschleppt war wurden von den Piloten schlechte Steigwerte und geringe Basishöhen bestätigt und die DoSi Klasse wurde dann neutralisiert. Gut für mich, der sich dann ganz in Ruhe dem Flieger und anderen wichtigen Dingen widmen konnte. DIe Clubbies blieben aber nicht verschont und wurden dann auch in die Luft gezogen um ihre Aufagben zu fliegen, leider mit wenig Erfolg: Krümel landete bereits nach 40 km und nach dem umrunden der ersten Wende auf einem Acker, Joachim erwischte es wenig später und er landete nach nur 44 kilometern auf einem Flugplatz.
Insgesamt haben jedoch alle drei unserer Teilnehmer einen akzeptablen Platz in ihrer jeweiligen Gesamtwertung und sind zufrieden.
ALLE SPORTSOLDATEN wollen auf diesem Weg der Familie und den Angehörigen des heute, am Vatertag auf dem Hahnweidewettbewerb verunglücktem Piloten, unser vollstes Mitgefühl und Mitleid aussprechen.
Wir trauern mit Euch um einen Segelfliegerkameraden.
- Marco Heitmann |
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Konvergenz über Västmanland |
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Vorgestern und gestern waren leider wegen einer massiven Stabilisierung durch scheinbar endlose Warmluftzufuhr völlig unfliegbar, aber "touristisch" gesehen völlig in Ordnung.
Heute hingegen erwartete uns nach dem Durchgang einer Front endlich wieder Thermikwetter. Bei Steigwerten von manchmal weniger als 1 m/s und knapp 1000 m Basishöhe (eine für die schwedische Außenlandesituation völlig aussichtslose Lage) kämpften wir uns nach Arboga vor. Nachdem wir dort beinahe zu einer kollektiven Landung gezwungen waren, verbesserten sich die Bedingungen im Westen ein wenig, so dass der Flug weitergehen konnte. Nach zwei Flugstunden hatten wir gut 100 Kilometer geschafft.
Auffällig war die Wolkenentwicklung nördlich von uns: Ein langer, durchgezogener Schatten auf dem Boden und eine völlig unübersichtliche, länglich zerrissene Wolkenmasse zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Sobald wir nahe genug gekommen waren, wurde klar, dass sich eine ausgewachsene Konvergenzlinie aufbaute.
Fast drei Stunden lang konnten wir das bis zu 100 Kilometer lange Energieband auf und ab fliegen, ohne einen einzigen Kreis drehen zu müssen. Mit Schnittgeschwindigkeiten weit jenseits der 100 km/h brachten wir es auf Strecken von 380 bis 470 Kilometer.
Es sieht so aus, als ob unser Wetterpech nun endlich vorbei ist, und die nächsten Tage wieder besseres Wetter auf uns zu kommt.
- Benjamin Bachmaier |
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Nachdem wir gestern bei dem schlechten Wetter eine ausgiebige Autotour unternommen haben, um uns mögliche Außenlandefelder an kritischen Stellen vom Boden aus genau anzuschauen und diese mit Fotos zu dokumentieren, hatten wir heute endlich wieder die Chance zum Fliegen. Bei anfänglich tiefer Basis flogen Sabrina und ich mit den leichten Clubklasseflugzeugen gegen 40 bis 50 km/h Westwind vor bis Örebrö, legten einen kurzen Rückenwindschenkel ein und bekamen es auf dem Rückweg nach Eskilstuna schon mit ersten Schauer-Ausläufern zu tun. Da uns die Wettersituation schnell zu unübersichtlich wurde, landeten wir kurz vor einem der Schauer, die den Flugplatz überzogen, und hatten die Flugzeuge noch vor dem Beginn des Regens im Trockenen.
Morgen sieht das Wetter ausnahmsweise einmal richtig gut aus - Hoffentlich können wir endlich einmal wieder den ganzen Tag mit Training verbringen!
Abends sitzen wir natürlich alle vor den Laptops und fiebern bei unseren Jungs in Zwickau mit - eine spannende Sache ist das!! Viele Grüße nach Deutschland!

- Benjamin Bachmaier |
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Kartenkunde und Gewitterwetter |
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Wie erwartet, gab es heute kein Flugwetter in Schweden. Stattdessen hatten wir über den Tag hinweg sehr viel Zeit, im Clubhaus zu sitzen und über den Landkarten und Streckenplanungen zu sitzen. Schweden-Experte und Lokalmatador Owe Engström veranstaltete für uns Sportsoldaten eine Spezialeinweisung in mögliche Dreiecks- und sonstige Strecken sowie die typischen Wetterverhältnisse, und ein Briefing über die knifflige Außenlandesituation im Nordwesten, wo es zwar viele Seen und noch viel mehr Wald, aber nicht viele Optionen zum Landen gibt.
Auch in den nächsten Tagen werden uns die Tiefdrucksysteme weiter zu Schaffen machen - wie es genau weiter geht, ist aber noch unklar.

- Benjamin Bachmaier |
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