4 Wochen Vinon ... PDF Drucken E-Mail

 

In diesem Bericht möchte ich euch einen Einblick über das diesjährige Sposotrainingslager in Vinon geben. Nachdem wir am 11. März hier alle nacheinander eingetrudelt sind, ging es am 12. mit dem Fliegen los.

Alle waren schon aufgeregt und freuten sich auf den ersten Flugtag der Saison und dann auch noch in der traumhaften Landschaft der südfranzösischen Alpen. Für den Großteil war dies auch eine neue Erfahrung, da die Hälfte noch kaum Gebirgsflugerfahrung hatte.

Die ersten Flugtage waren sehr ereignisreich, denn wir hatten eigentlich jeden Tag eine oder mehrere Aussenlandungen. Mit jedem Tag wurde unser Horizont, um ein Stück größer und man fühlte sich immer routinierter beim Fliegen im Gebirge. Die erste Woche ging wirklich sehr schnell um.

In der 2. Woche hatten wir sehr mit dem schlechten Wetter zu kämpfen und mussten leider immer wieder auf ein Ausweichprogramm von unserem Chef und Trainer Charlie zurückgreifen.

Martin war zu dieser Zeit schon abgereist, um sich für den anstehenden Pribina Cup vorzubereiten. Wir dagegen mussten eine Wanderung im Grand Canyon machen. Wie sich nachher herausstellte, war das eigentlich kein Wanderweg, sondern eher ein Abenteuerweg bei dem man an einigen Stellen doch gerne Kletterseile dabei gehabt hätte, so steil war es.

 

Nach einigen weiteren neutralisierten Tagen ging es dann hoch motiviert weiter. Das Gelände bis nach Briancon und weiter kannte man nun schon in groben Abschnitten und es konnten schon Flüge über 500km realisiert werden. In kleinen Gruppen von etwa 2 bis 3 Flugzeugen ging es fast jeden Flugtag los, um möglichst viel aus dem Tag herauszuholen. Die Trainer Claus, Mike, Charlie und Uli gaben sich hierbei immer sehr viel Mühe möglichst alle beisammen zu halten, auch wenn das manchmal nicht immer möglich war.

 

Die Tage veronnen wie im Flug und leider hatte sich bis dato noch keine Mistralwetterlage eingestellt und dabei sehnten sich vorallem unsere Trainer nach diesem Wetter.

Am 5. April war es dann soweit. Mit einem Frühstart bei strammen Nordwind begonnen wir den Tag. Die Gruppe um Uli konnte sich im Wellenflug bis ins Aostatal vorarbeiten und legten in 13 Stunden bis zu 780 km zurück.

Ein grandioser Tag, bei dem jeder beim Einschlafen ein Grinsen auf dem Gesicht hatte.

Nun war das Ende schon bald in Sicht. Die ersten reisten ab und eine allgemeine Aufbruchsstimmung machte sich breit. Die letzten Flugtage waren noch einmal ein Genuss und man konnte sich damit trösten, dass wir im Sommer wieder hier sind.

 

Zum Schluss konnten wir eine Gesamtstrecke von 40 000 km erzielen und man kann zusammenfassend sagen, dass wir jede Menge gelernt haben und uns riesig auf die Wiederkehr in dieses Flugparadies freuen.

 

Euer Marcel

Zuletzt aktualisiert am Montag, 12. April 2010 um 19:15 Uhr
 

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