| Feldkirchen 2009 |
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Als Vorbereitung auf den Welt Grand Prix in Chile wollte ich nochmal im Gebirge fliegen. Es bot sich an mit Teilen meines Vereines nach Feldkirchen zu gehen. Direkt von den Schweizer Meisterschaften fuhr ich, mit kurzem Zwischenstop auf der Hahnweide zum Flugzeugtauschen, nach Feldkirchen. Am Tag meiner Ankunft sind die anderen bereits schön geflogen. Gleich einen Tag darauf versprach das Wetter wieder gut zu sein.
Morgendliche Abschirmungen ließen uns aber skeptisch sein. Einige entschieden sich dann Modellfliegen zu gehen, doch ich war ja zum Training da und baute auf, was sich noch lohnen sollte. Am Nachmittag rissen die Wolken auf und es entwickelte sich noch gutes Segelflugwetter. Eine Basis von 3000m+ und gutes Steigen ließen den Nachmittag noch sehr schön werden. Ich flog allerdings immer etwas tiefer, da ich auch im Flachland an der Basis entlang fliegen kann. Starker Westwind machte das Hangfliegen allerdings etwas schwierig. Trotzdem konnte ich die Nockberge und die Karnischen Alpen fast ganz ausfliegen und ließen nach gut 5 Stunden Flugzeit auch etwas mehr als 500km am Abend im OLC stehen. Ein sehr schöner Tag! Der Tag darauf begann mit Regen, auch die Aussichten für die folgenden Tage sahen sehr sehr schlecht aus. Wir harrten den Tag aus, machten am späten Nachmittag noch eine kleine Wanderung um die Zeit etwas zu vertreiben. Ich baute mein Flugzeug ab, solange die Bezüge trocken waren. Ich war etwas geknickt, dass es wohl nicht mehr nach fliegen aussah. Den zweiten Tag in Folge wurde ich durch morgendlichen Regen geweckt. Der Regen ließ allerdings schnell nach und es ging ein wenig auf. Einzelne Quellungen entwickelten sich. Natürlich rüstete ich sofort das Flugzeug wieder auf, denn ich wollte ja keine Chance ungenutzt lassen. Am Platz war es nicht gerade einfach weg zu kommen. Tief bastele ich mich am Hausberg, der Gerlitzen, nach Westen. Dort kam ich dann auf mehr als 2000m, mit denen ich weiter fliegen konnte. Am Dobratsch wurde ich dann mit gutem Hangwind empfangen, weshalb ich sofort nach Westen weiterflog. Die Südstömung hatte an den Karawanken, die zugestaut waren, eine Lücke aufgerissen, die uns in Feldkirchen, wenigestens lokal, fliegen ließ. Ich flog ein Stück an den Hängen entlang nach Westen und drehte dann um, um Felix Ruof, der nun auch den Absprung vom Platz geschafft hatte, einzusammeln. Leider verfehlten wir uns irgendwie. Ich versuchte dann thermisch in Richtung Alpenhauptkamm zu kommen. An der Kreuzeckgruppe war mir allerdings schon klar, dass ich wohl nicht mehr viel weiter nach Nordwesten kommen würde, da die Hänge nur noch schwach bis gar nicht mehr trugen. Bei Lienz entschied ich mich zum Umdrehen um über den Gailbergsattel ins Gailtal zurückzufliegen. Darin sah ich meine einzige Chance wieder nach Hause zu kommen. Mehrmals musste ich durch den Regen fliegen, doch die Hänge trugen dort wieder recht passabel und brachten mich somit gut nach Hause. Ein sehr interessanter Tag und ein sehr gutes Training. Mit etwas mehr als 300km schaffte ich auch die größte Strecke auf der Alpensüdseite. Die beiden folgenden Tage waren wieder vom Regen dominiert und somit reisten wir dann nach 2 Flugtagen wieder aus Feldkirchen ab. Dank zwei sehr interessanten Flügen, war‘s aber ein sehr schönes Trainingslager auf einem super Flugplatz, den man jedem nur empfehlen kann!!!!!  Patrick
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. Juni 2009 um 21:11 Uhr |



