Höhenflüge in Königsbrück
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So. Nachdem wir nun schon in Vinon sind und auch schon 2 Flugtage hinter uns haben, folgt nun endlich der Bericht von Königsbruck.
Als wir unsere AGA hinter uns gebracht hatten und freitags heimgeschickt wurden, hatten wir nur eine kurze Verschnaufpause, denn schon am Sonntag drauf trafen wir uns in Bückeburg um in einem Dienst Kfz nach Königsbruck zu fahren. Am Abend haben wir uns dann zusammengesetzt um den Ablauf der Saison (Trainingsplan etc.) durchzusprechen, so hatte Charly auch die Möglichkeit uns ein wenig besser kennen zu lernen.
Am Montag standen dann mehrere Unterrichte und eine theoretische Einweißung in die Höhenphysiologie an. Nachmittags hatten wir dann auch noch Untericht in der Rückenschule mit praktischen Gymnastikübungen.
Abends sind wir dann noch nach Dresden gefahren und haben den Tag in einer Bar gemütlich ausklingen lassen.
Am Dienstag stand dann der Höhepunkt unseres Aufenthaltes in Königsbrück an, die Höhenkammer .
Am Morgen bekamen wir den genauen Ablauf unserer Flugphysiologischen Ausbildung, sprich die genaue Staffelung der Höhen auf denen wir vom Sauerstoff getrennt wurden, vorgestellt und uns wurde mitgeteilt dass der Gs-Lehrgang zu unseren „Gunsten“ von 18000ft auf 25000ft heraufgesetzt wurde.
Der Vorteil der 25000ft besteht darin, dass die Sauerstoffmangelsymptome bereits nach weniger als 2 Minuten eintreten und deutlich stärker spürbar sind als auf 18000ft. Zunächst sind wir auf 80000ft gestiegen und kurz darauf wieder auf 3000ft abgestiegen. Sinn hierbei war es, zu testen ob der Druckausgleich bei allen problemlos funktioniert.
Danach ging es dann nonstop auf 25000ft. Hier wurden wir dann vom Sauerstoff getrennt und hatten die Aufgabe unsere Symptome, sofort nach eintreten durchzugeben. Viele von uns hatten änliche Symptome wie: Wärmegefühl im ganzen Körper, Kribbeln in den Extremitäten, Atemhunger, schneller Puls etc.
Als unsere Sauerstoffsättigung nur noch 70% betrug wurden wir wieder an 100% Sauerstoff angeschlossen. Intressant hierbei war, dass einem erst dann aufgefallen ist, dass die Sicht, insbesondere das Farbsehen, stark beeinträchtigt wird. Als der Sauerstoff eingeschaltet wurde, hatte man das Gefühl, als würde jemand das Licht anschalten.
Danach ging es dann wieder auf Ausganghöhe zurück, hierbei musste nur noch darauf geachtet werden, dass der Druckausgleich funktioniert.
Ein paar Bilder:
Daraufhin folgte das 2. Highlight des Tages, der Desorientierungssimulator, eine geschlossene Kabine, die sich drehen und neigen lässt und in der sich ein Cockpit und ein Bildschirm befindet.
Man fliegt also wie im Flugsimulator, hat aber zusätzlich noch Beschleunigungseffekte. Zuerst konnten wir einfach ein bisschen rumfliegen und uns mit dem Gerät vertraut machen, dann haben wir verschiedene Übungen absolviert: Trudeln ohne Sicht und Instrumente ausleiten, aus dem Steigflug ohne Sicht und Instrumente in den Horizontalflug übergehen, u.v.m. Abschließend wurde die Kabine vollständig abgedunkelt und in verschiedene Richtungen mit verschiedener Geschwindigkeit und verschiedenen Intervallen gedreht. Die Aufgabe war es durchzusagen, in welcher Bewegung die Kabine sich gerade befindet. Es hat sich gezeigt, dass man bereits nach kürzester Zeit vollkommen orientierungslos ist.
Am gleichen Abend ging es dann wieder zurück nach Bückeburg.
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Wir haben in diesen Tagen vieles nützliches gelernt, für uns persönlich ist das Wichtigste mit Sicherheit das Bewusstsein über die eigene individuelle Sauerstoffmangelsymptomatik. Ein Bewusstsein, dass für uns in Frankreich ein erhebliches Sicherheitsplus darstellt.
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